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Sarner Jesuskind

Typ
Historische Stätte
Sarner Jesuskind
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Das Sarner Jesuskind ist eine 50 Zentimeter hohe gotische Holzfigur aus dem 14. Jahrhundert. Das Jesuskind wird von Gläubigen verehrt und macht das Benediktinerinnen-Kloster in Sarnen zum viel besuchten Wallfahrtsort.

Auffallend ist bei dieser Figur, dass das Jesuskind sein rechtes Beinchen hochgezogen und die Weltkugel darauf abgestellt hat. Mit der linken Hand zeigt es auf sein gottmenschliches Herz.

Nach einer alten Überlieferung von 1634 ist diese aussergewöhnliche Stellung auf eine Klosterfrau zurückzuführen, welche wegen Erkrankung nicht zur Christmette gehen konnte.
Je nach liturgischer Zeit werden dem Jesuskind andere Gewänder angezogen. Die Palette reicht von Kleidern aus rosa Moiré über weissen Rips, Leinen- und verschiedenfarbene Seidenstoffe bis hin zu mit kostbaren Metallstücken verziertem dunkelrotem Samt, der Teil eines Prunkkleides der Königin Agnes von Ungarn war und den Klosterfrauen 1364 geschenkt wurde.

Gebetsanliegen
Mit der Verehrung des Sarner Jesuskindes in der Klosterkirche fällt den Schwestern die Aufgabe eines Wallfahrtsortes zu. Als Hüterinnen des Gnadenbildes kommen sie in unmittelbare Berührung mit den Anliegen vieler bedrängter Menschen. Aus der Kraft des Evangeliums können sie ihnen Lebens- und Glaubenshilfe anbieten.
Briefe und Zettel mit Sorgen und Wünschen der Gläubigen legen die Schwestern zum Jesuskind und nehmen die Bitten in ihre Gebete auf.

Besuchsinformationen
Das Sarner Jesuskind befindet sich in der Klosterkirche und ist während den Kirchenöffnungszeiten frei zugänglich. Eine Reservation ist nicht erforderlich.

Das Benediktinerinnen-Kloster in Sarnen kann nicht besichtigt werden.